Sauerstoffgeneratorbediener müssen, wie andere Arbeiter auch, während der Produktion Arbeitskleidung tragen, es gelten jedoch weitere spezielle Anforderungen für Sauerstoffgeneratorbediener:
Es darf ausschließlich Arbeitskleidung aus Baumwolle getragen werden. Warum? Da der Kontakt mit hohen Sauerstoffkonzentrationen am Sauerstoffproduktionsstandort unvermeidbar ist, ist dies aus Gründen der Produktionssicherheit vorgeschrieben. Denn: 1) Chemiefaserstoffe erzeugen beim Reiben statische Elektrizität und können leicht Funken erzeugen. Beim An- und Ausziehen von Chemiefaserkleidung kann die elektrostatische Spannung mehrere tausend Volt oder sogar über 10.000 Volt erreichen. Dies ist besonders gefährlich, wenn die Kleidung mit Sauerstoff gesättigt ist. Beispielsweise kann sich Chemiefasergewebe bei einem Sauerstoffgehalt der Luft von 30 % innerhalb von nur 3 Sekunden entzünden. 2) Ab einer bestimmten Temperatur beginnt Chemiefasergewebe weich zu werden. Bei Temperaturen über 200 °C schmilzt es und wird zähflüssig. Bei Verbrennungs- und Explosionsunfällen kann Chemiefasergewebe aufgrund der hohen Temperaturen verkleben. Bleibt es an der Haut haften und lässt es sich nicht entfernen, kann dies zu schweren Verletzungen führen. Overalls aus Baumwollgewebe weisen die oben genannten Nachteile nicht auf. Daher sollten aus Sicherheitsgründen besondere Anforderungen an die Overalls von Sauerstoffkonzentratoren gestellt werden. Gleichzeitig sollten die Sauerstoffgeneratoren selbst keine Unterwäsche aus Chemiefasern tragen.


Veröffentlichungsdatum: 24. Juli 2023