Argon (Symbol Ar, Ordnungszahl 18) ist ein Edelgas, das sich durch seine Inertheit, Farblosigkeit, Geruchs- und Geschmackslosigkeit auszeichnet – Eigenschaften, die es für geschlossene oder beengte Räume unbedenklich machen. Mit einem Anteil von etwa 0,93 % an der Erdatmosphäre ist es weitaus häufiger als andere Edelgase wie Neon (0,0018 %) oder Krypton (0,00011 %), was ihm einen natürlichen Vorteil für die großtechnische Anwendung verschafft. Seine chemische Stabilität beruht auf einer vollständig besetzten äußeren Elektronenschale (acht Valenzelektronen), wodurch es selbst bei hohen Temperaturen oder unter extremem Druck nahezu nie Verbindungen mit anderen Elementen eingeht. Unter Normalbedingungen (Standardtemperatur und -druck – STP) liegt Argon als einatomiges Gas vor (bestehend aus einzelnen Atomen, im Gegensatz zu zweiatomigem Sauerstoff oder Stickstoff) mit einem Siedepunkt von -185,8 °C und einem Gefrierpunkt von -189,3 °C. Diese extrem niedrigen Temperaturen erfordern zwar eine kryogene Lagerung, machen es aber auch ideal für Anwendungen wie die Kühlung empfindlicher Geräte, da es selbst bei nahezu absoluten Nullpunkten nicht mit Materialien reagiert.

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Argon wird üblicherweise durch fraktionierte Destillation aus Luft gewonnen, einem präzisen, mehrstufigen Verfahren. Zunächst wird die Umgebungsluft gefiltert, um Staub, Wasserdampf und Kohlendioxid zu entfernen – Verunreinigungen, die die Kühlung beeinträchtigen oder das Endprodukt verunreinigen könnten. Anschließend wird die gereinigte Luft komprimiert und in einem Wärmetauscher auf -200 °C abgekühlt, wodurch sie verflüssigt wird. Diese flüssige Luft wird dann in einen hohen Destillationsturm gepumpt und dort langsam erhitzt. Da die verschiedenen Gase in der Luft unterschiedliche Siedepunkte haben – Stickstoff siedet bei -195,8 °C (niedriger als Argon), Sauerstoff bei -183 °C (höher als Argon) – verdampfen sie in unterschiedlichen Höhen des Turms. Stickstoff steigt nach oben und wird zuerst aufgefangen, während Sauerstoff am Boden flüssig bleibt. Argon mit seinem mittleren Siedepunkt kondensiert in der Mitte des Turms und wird dort abgeführt. Das gesammelte Argon wird anschließend einem zweiten Reinigungsschritt unterzogen, um jeglichen restlichen Stickstoff oder Sauerstoff zu entfernen. Das Ergebnis ist Argon in Industriequalität (99,99 % rein) oder ultrareines Argon (99,999 % rein) für Hightech-Anwendungen.

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Argon ist aufgrund seiner Inertheit in zahlreichen Branchen unverzichtbar. In der Metallurgie dient es als wichtiges Schutzgas für Schweißverfahren wie das MIG- (Metall-Inertgas-) und WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen). Beim Schweißen von Metallen wie Aluminium, Edelstahl oder Titan bildet es eine Schutzschicht um die Schweißzone und verhindert so Oxidation, die die Verbindung schwächen oder Defekte verursachen würde – unerlässlich für die Herstellung von Karosserien, Flugzeugteilen und Baumaterialien. Die Elektronikindustrie nutzt hochreines Argon zur Halbleiterfertigung: Beim Aufbringen dünner Metall- oder Siliziumschichten auf Mikrochips wird die Produktionskammer mit Argon gefüllt, um zu verhindern, dass Luftpartikel die empfindlichen Schaltkreise verunreinigen. Auch abseits der Schwerindustrie wird Argon eingesetzt: Es verlängert die Lebensdauer von Glühlampen, indem es die Verdampfung der Wolframfäden verlangsamt (und damit die Lebensdauer im Vergleich zu luftgefüllten Lampen verdoppelt), und konserviert historische Artefakte – wie antike Manuskripte oder empfindliche Textilien – in Museumsvitrinen, wo es den Sauerstoff verdrängt und so den Verfall stoppt. Es spielt auch eine Rolle bei Lebensmittelverpackungen, wo es mit Stickstoff vermischt wird, um den Sauerstoff zu verdrängen und so Backwaren, Snacks und frische Produkte länger frisch zu halten.

Argon ist aufgrund seiner hohen Nachfrage und der geringen Produktionskosten ein wirtschaftlich wertvoller Rohstoff. Da Luft – eine unerschöpfliche, kostenlose Ressource – als Ausgangsstoff dient, ist die fraktionierte Destillation kosteneffizient, insbesondere in Kombination mit der Stickstoff- oder Sauerstoffproduktion (viele Anlagen produzieren alle drei Gase gleichzeitig und reduzieren so die Betriebskosten). Der globale Argonmarkt hat ein Volumen von über 8 Milliarden US-Dollar jährlich und wächst stetig um 5–7 % pro Jahr. Dieses Wachstum wird von Branchen wie der Automobilindustrie (mit steigender Produktion von Elektrofahrzeugen und dem damit verbundenen Bedarf an präziseren Schweißarbeiten), der Elektronikindustrie (mit dem Ausbau von 5G und der Halbleiterfertigung) und der Branche für erneuerbare Energien (bei der Solarzellenproduktion wird Argon zur Beschichtung der Photovoltaikzellen verwendet) angetrieben. Im Gegensatz zu selteneren Edelgasen (Krypton kostet 10–20 Mal, Xenon 50–100 Mal) ist Argon aufgrund seiner Erschwinglichkeit sowohl für große Fabriken als auch für kleine Labore zugänglich. Mit der beschleunigten globalen Technologie- und Infrastrukturentwicklung wird ein weiterer Anstieg der Nachfrage nach Argon erwartet, wodurch seine Rolle als wichtiger Motor für industrielles Wachstum und technologische Innovation weltweit gefestigt wird.

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Veröffentlichungsdatum: 05.09.2025